Biologie, Physik, Chemie
Biologie, Physik und Chemie werden durchgängig ohne äußere Leistungsdifferenzierung in Epochen unterrichtet. Hinzu kommen naturwissenschaftliche Praktika in der Schule. Insgesamt werden im Laufe der Jahrgänge 5 – 10 22 Wochenstunden erteilt.
In unserem Schulprogramm haben wir formuliert:
„Durch den naturwissenschaftlichen Unterricht an der Albert-Schweitzer-Schule soll eine bejahende Grundeinstellung zum Lebendigen, Freude an der Natur und letztlich Ehrfurcht vor dem Leben im Sinne Albert Schweitzers erzielt werden. Nicht nur in den jüngeren Jahren beruhen daher die Vermittlung von Faktenwissen und die Erarbeitung von Zusammenhängen wesentlich auf Staunen und Bewundern. Immer soll darauf geachtet werden, dass die faszinierende Organisation der uns umgebenden Wirklichkeit nicht durch ihre vermeintliche Erklärbarkeit herabgewürdigt wird…
In der persönlichen Begegnung und im eigenen praktisches Tun wird der durch Reizüberflutung gegebenen Gefahr der Abstumpfung und Interesselosigkeit entgegengearbeitet.“

Wie soll das gelingen?
Die Unterrichtsweise in der Grundschulzeit spricht zunächst besonders das Gemüt an, um so persönliche Verbundenheit zu schaffen. Die phänomenologische Betrachtungsweise, das genaue Hinsehen auf Typisches, Besonderheiten, Verhaltensweisen und erkennbare Zusammenhänge, bleibt auch weiterhin wesentliches Element. Zunehmend wird geübt, sich objektiver, „wissenschaftlicher“ mit dem Thema auseinander zu setzen.
„Die Themen des naturwissenschaftlichen Unterrichts reichen vom unsichtbaren Atom bis zu Produktionsverfahren in modernsten großtechnischen Anlagen und Prinzipien der Erbgutmanipulation; sie umfassen logische Theorien und systematische Strukturen, aber immer auch Überlegungen philosophischer und ethischer Natur. Der Unterricht soll den Jugendlichen bewusst machen, wie sie selbst in universelle Gesetzmäßigkeiten eingebunden sind, wie sie aber auch täglich etwa als Konsument Erkenntnisse der Naturwissenschaften nützen, und ihnen Kriterien an die Hand geben, die über die bloße Machbarkeit hinaus weisen und zur ökologischen Bewertung des technisch Möglichen führen…

Letztlich steht immer der Mensch in seiner Verantwortlichkeit im Mittelpunkt der Untersuchungen und Überlegungen:
„Alles ist miteinander verbunden.
Wie immer wir in die Natur eingreifen, was wir auch tun – es hinterlässt Spuren.“

Naturwissenschaftliche Praktika
Etwa bis zu unserem 50jährigen Bestehen konnten wir die Praktika jeweils ein halbes Jahr lang wöchentlich eine Doppelstunde in halbierten Klassen durchführen, so dass sich durch die verringerte Teilnehmerzahl die Möglichkeit zu ausgiebigem eigenen Experimentieren ergab. Durch fortgesetzte Sparmaßnahmen wurden wir in den vergangenen Jahren gezwungen der Lehrerstundeneinsatz in den Praktika in Physik zu halbieren und in Biologie und Chemie auf ein Viertel zu reduzieren. Wir bemühen uns, das Beste aus dieser bedauerlichen Situation zu machen.